Barryland
Barryland#
Wer an die Schweiz und ihre Berge denkt, dem kommt früher oder später auch der Bernhardiner in den Sinn. Kaum eine andere Hunderasse ist so eng mit den Alpen verbunden. Grund genug für einen Besuch im Barryland in Martigny, wo sich alles um diese beeindruckenden Hunde dreht.

Schon beim Betreten des Parks begegnet man den eigentlichen Hauptdarstellern: den Bernhardinern. Mit ihrer imposanten Grösse, ihrem ruhigen Wesen und ihrem unverwechselbaren Aussehen ziehen sie sofort die Aufmerksamkeit auf sich. Gleichzeitig wirken sie erstaunlich gelassen und freundlich.
Der legendäre Bernhardiner#
Der Bernhardiner hat eine lange Geschichte. Seinen Namen verdankt er dem Grossen Sankt-Bernhard-Pass, wo die Hunde über Generationen hinweg von den Chorherren des Hospizes gehalten wurden. Besonders bekannt wurden sie als Begleiter und Helfer bei der Suche nach Reisenden, die im Schnee in Schwierigkeiten geraten waren.
Der berühmteste unter ihnen war Barry, der Anfang des 19. Jahrhunderts lebte und später zum Symbol für die Rettungshunde des Grossen Sankt Bernhard wurde.
Im Barryland wird diese Geschichte auf moderne und anschauliche Weise erzählt. Dabei geht es nicht nur um den Mythos des Rettungshundes, sondern auch darum, den Charakter und das Wesen der Bernhardiner kennenzulernen.
Begegnung mit den Hunden#
Das Schönste am Barryland ist natürlich, die Hunde tatsächlich zu sehen. Man kann sie beim Spielen, Ruhen und bei verschiedenen Beschäftigungen beobachten. Dadurch wirkt der Besuch weniger wie ein klassisches Museum und mehr wie eine Begegnung mit einem lebendigen Stück Schweizer Geschichte.
Besonders faszinierend ist die Mischung aus Kraft und Gelassenheit. Ein ausgewachsener Bernhardiner ist ein beeindruckendes Tier, gleichzeitig strahlen die Hunde eine bemerkenswerte Ruhe aus.
Auch fotografisch sind sie natürlich dankbare Motive - sofern sie gerade Lust haben, in die Kamera zu schauen.
Mehr als ein Museum#
Barryland verbindet die Geschichte des Bernhardiners mit einem modernen Erlebnis rund um die Hunde. Neben den Bernhardinern gibt es verschiedene Bereiche, in denen man mehr über ihre Geschichte, ihre Eigenschaften und ihren Alltag erfahren kann.
Dadurch eignet sich der Besuch nicht nur für Hundefreunde. Auch die Geschichte der Region und die enge Verbindung zwischen Mensch, Tier und alpiner Landschaft werden sichtbar.
Für mich ist gerade diese Verbindung interessant: Der Bernhardiner ist heute weltweit bekannt, seine Geschichte ist aber untrennbar mit einer ganz bestimmten Landschaft verbunden - dem Wallis und dem Grossen Sankt Bernhard.
Ein Stück Wallis auf vier Pfoten#
Ein Besuch im Barryland ist eine schöne Ergänzung zu einem Aufenthalt in Martigny. Nach den Bergen, Weinbergen und historischen Orten der Region zeigt sich hier noch eine andere Seite des Wallis.
Und natürlich bleibt am Ende vor allem eines in Erinnerung: diese riesigen, gutmütigen Hunde, die mit erstaunlicher Ruhe durch ihr Barryland spazieren.
Ein schönes Ziel für einen entspannten Ausflug - und definitiv ein Ort, an dem die Kamera nicht lange in der Tasche bleibt.